Weltrereise
Weltreise
LESEN > ASIEN > VIETNAM > Kochen und Essen in Hoi An
Kochen und Essen in Hoi An
Weltreise-Berichte aus Asien - Weltreise-Berichte aus Vietnam

Frittierte Wontons in Hoi An

Das nette, kleine Unesco Welterbestädtchen Hoi An an der Ostküste Vietnams hält, was der Reiseführer verspricht: „foodie heaven“ – ein echter Schlemmer-Himmel. Neben der entspannten Atmosphäre genießen wir die ortstypischen Gerichte so sehr, dass wir diese unbedingt in einem Kochkurs erlernen wollen.

Der alte Ortskern Hoi Ans spiegelt die architektonischen Einflüsse aus China, Japan, aber auch Europa wieder. Dieser besondere Mix der zweistöckigen Häuser direkt am Fluss Thu Bon macht die Besonderheit der Stadt aus. Abends, wenn die Sonne schon tief steht, die Fährleute vertraut miteinander plauschen und die vielen Lokale beginnen, ihre Gasträume mit typischen Lampions zu beleuchten, kommt die Gemütlichkeit des Städtchens richtig zum Vorschein.

Da fällt uns die Wahl bei fast identischen Menü-Karten echt schwer. Nur das intensive Umgarnen durch die Gastgeber lockt letztlich in das „richtige“ Lokal. Die Freundlichkeit, die wir im Café 43 erfahren ist bis jetzt einzigartig in Vietnam. Und auch beim Essen kommt die Küche dort auf die vordersten Ränge:

  • White Rose
  • Frittierte Wontons
  • Cao Lao
  • Fisch im Bananenblatt
  • Gefüllter Tintenfisch


Sehr lecker. Und besonders die ersten drei Gerichte sind weltweit einmalig, da sie nur in Hoi An mit dem Wasser einer heiligen Quelle zubereitet werden können.
Nachdem Olli dort bereits das dritte Mal den gefüllten Tintenfisch voller Genuss isst, wollen wir nun auch lernen, wie wir Zuhause diese Leckerei zubereiten können: Der hauseigene Kochkurs ist also Pflicht.

Kochzutaten

Unsere vietnamesische Lehrerin erscheint in einem kleinen Räumchen mit Gasofen – das Durchgangszimmerchen für Restaurantgäste, die das stille Örtchen aufsuchen müssen. Sämtliche knackfrische Zutaten liegen fein säuberlich aufgereiht auf einem Klapptisch; daneben zwei Brettchen und Messer. Nach kurzen englischen Wortschnipseln und detailliertem „Vorschneiden“ der Mustergemüsewürfel wissen wir, wie die Zutaten vorbereitet werden müssen.

Eine der Zutaten ist indischer Safran und wir stellen erst nach mehrfachem vergeblichen Händewaschen fest, wie kräftig die Färbekraft von Safran wirklich ist. Noch Tage danach erinnern uns gelbe Finger an unser erstes Kochen nach drei Monaten.

Gefüllter Tintenfisch

Es scheint so, als haben wir nichts verlernt; nur das Ersetzen beinahe aller vertrauten Werkzeuge durch Stäbchen stellt uns vor einige kleine Herausforderungen. Die leckeren Düfte kriechen allmählich in unsere Nase und wir freuen uns, als wir dann endlich den ersten Haps kosten können: Es schmeckt mindestens genauso gut wie einfach nur bestellt. Dazu noch ein frisch gezapftes lokales Bier für 11 Cent das Glas und das perfekte Dinner ist angerichtet. Ab sofort steht gefüllter Tintenfisch auch zuhause auf unserer Speisekarte.





Zur Bildergalerie: Köstlichkeiten aus Vietnam >>


<< Zurück zum Logbuch, Teil 9
Weiter zum Logbuch, Teil 10 Hoi An und Hué >>


Follow the flow!


 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

 

Aktuelle Uhrzeit Vietnam: